Die Biografie von Schauspieler Charles Bronson .

Charles Bronson, mit bürgerlichem Namen Charles Dennis Bunchinsky, wurde am 3. November 1921 in Ehrenfeld, im US-Bundesstaat Pennsylvania, als Sohn eines Bergarbeiters geboren.

Charles Bronson wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf, er war das fünfte von insgesamt 15 Kindern. Er arbeitete während des Zweiten Weltkriegs in einer Kohlemine, um seine Familie zu versorgen. Bronsons Berufsziel war bereits die Schauspielerei.

So trat er zunächst in Werbespots auf. Seine ersten Erfolge als Schauspieler feierte er in den Streifen "Dieser Mann weiß zuviel", "Massai", "Revolver Kelly" und im Film-Hit "Die glorreichen Sieben". Im Jahr 1962 stand Bronson neben
Elvis Presley in "Kid Galahad - Harte Fäuste, heiße Liebe" vor der Kamera.

Seinen Durchbruch schaffte er aber nicht in Amerika, sondern zuerst in Europa, wo er 1968 in dem französischen Krimi "Bei Bullen singen Freunde nicht" und in dem Italo-Western "Spiel mir das Lied vom Tod" zu sehen war. Er avancierte zum internationalen Superstar und ging mit seiner Rolle als stiller Mundharmonikaspieler in "Spiel mir das Lied vom Tod" in die Filmgeschichte ein.

Als rauer Typ wurde Bronson bis Ende der 1960er Jahre zu einem der größten Filmstars. Im Jahr 1971 wurde dieser Erfolg mit dem "Golden Globe" für den "populärsten Schauspieler der Welt" gewürdigt. Nicht nur seine Rollen und die knallharten Handlungen begründeten seinen Erfolg, sondern gleichfalls sein durchtrainierter Körper.

Kein Schauspieler hatte in den 1970er Jahren so hohe Gagen wie Bronson, der pro Drehtag bis zu 100.000 Dollar kassierte. Einen Höhepunkt erreichte er mit dem Film "Zwischen zwölf und drei", bei dem er 1,5 Millionen Dollar Gage plus 50 Prozent des Nettogewinns einstrich.

Seinen größten Erfolg landete Bronson im Jahr 1974, als er für den umstrittenen Thriller "Ein Mann sieht rot" vor der Kamera stand. Bis zum Jahr 1994 wurden vier Fortsetzungen zu dem Streifen inszeniert, jeweils mit Charles Bronson in der Hauptrolle: "Der Mann ohne Gnade", "Death Wish III", "Das Weiße im Auge" und "Death Wish 5".

Bronson arbeitete oft mit dem Regisseur Jack Lee Thompson zusammen, insgesamt sieben Filme drehten sie gemeinsam, darunter auch "Cabo Blanco" und "Murphys Gesetz". In "Der Mordanschlag" war Bronson ein letztes Mal gemeinsam mit seiner Frau Jill Ireland zu sehen. Vier Jahre später starb sie an Krebs. Bronson und Ireland waren 22 Jahre verheiratet und standen 15 Mal zusammen vor der Kamera.

Charles Bronson machte sich nach dem Tod seiner Frau rar und spielte nur noch in wenigen Filmen, darunter in "...und den Weihnachtsmann gibt's doch" von 1991 und in "Der Seewolf". 1996 war er im Action-Thriller "Revanche - Jetzt erst recht..." zu sehen.

Damit blieb er dem Genre treu, in dem er so viel Erfolg verbuchte. Bronson wurde Vater von sieben Kindern. Im Jahr 1998 heiratete er die 40 Jahre jüngere Fernsehproduzentin Kim Weeks. Als Mordinspektor in der Serie "Family of Cops" stand er 1998 zum letzten Mal vor der Kamera.

Charles Bronson, der an Alzheimer erkrankt war, starb am 30. August 2003 an einer Lungenentzündung in Los Angeles, im Alter von 81 Jahren.

 

© Erwin Lisser